Sock Wars – die Killersocken

Meryl William’s Freund fragte seit Tagen “Bist du noch nicht tot?” Am 30. Oktober war es plötzlich soweit.
Es waren die Socken.
Williams, 52, erledigt von einem kleinen Paket mit einer unbekannten Adresse als Absender. Als sie es in Ihrem Briefkasten sah, wusste sie dass sie tot ist. Enthalten war ein Paar schwarz-orange Socken, in ihrer Grösse.
Sock Wars ist die “blutige Extrem-Stricker Tour”:
Alle Teilnehmer stricken ein Paar Socken für einen anderen Mitspieler. Ein Teilnehmer scheidet aus, bzw. ist “tot” wenn er, wie Williams, ein Paar Socken bekommen hat, bevor er seine fertigen Socken an sein eigenes “Ziel” verschickt hat. Er bekommt von seinem Opfer die Socken, an welchen dieses gearbeitet hat, zum beenden und versenden. In der Hoffnung, dass er das schafft und nicht selbst vorher Opfer von einem Paar “Killersocken” eines anderen “Auftragsmörders” wird. Der letzte Mörder der übrig bleibt – gewinnt!
Ein männlicher “Auftragsmörder” soll seine “Mördersocken” sogar persönlich an sein Opfer übergeben haben. Teilnehmer veröffentlichten Fotos von Ihren fertigen Socken oder Strickmuster im Internet. Sie präparierten die Fotos mit Blut oder legten sich wie tot auf den Boden neben dem Paar Socken, dass sie erhalten hatten.
Das Spiel ist angelehnt an das Computerspiel Assissin, in welchem die virtuellen Auftragsmörder versuchen den Gegner zu töten, bevor sie selbst ermordet werden.
Berichten zufolge entstand die Idee zu diesem Spiel in Irland und wurde letztes Jahr von Julie Gardner aus Belfast (Northern Ireland – United Kingdom) zum ersten Mal durchgeführt. Es gibt sogar einen Sock-Wars-Shop in welchem man Werbeartikel mit verschiedenen Mottos wie “Warning: knitting kills” oder “death by pointy sticks” kaufen kann. Die Online-Ausgabe vom Wall Street Journal hat auf YouTube einen Bericht eingestellt (selbstverständlich in Englisch). Bei der ersten Sock-Wars-Tour in 2006 sollen mehr als 800 “Killer” mitgemacht haben. Die letzte Tour startete am 13. Oktober 2007 und hatte Beteiligte aus der ganzen Welt: USA, England, Australien, Neuseeland, Belgien und Finnland. Julie Gardner will für die Tour in 2008 noch mehr Sponsoren finden, um den Event für noch mehr Stricker zu öffnen.
Der Socken-Krieg ermöglicht einen Blick in die weltweite Gemeinschaft der Socken-Stricker/innen. In Foren und per e-mail wächst die community zusammen und tauscht fleissig Strickmuster, Tipps und Fotos.

Sogar die ARD hat schon über “Killer mit der heißen Nadel” berichtet unter dem Titel “Die Angst vor dem Briefkasten”.
Wieder da?
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